Urkunden – Detail
Urkunde
Datum / Ort
9.2.1423
/ -
Regest
Heinrich Schnider, Schultheiss zu Sursee, fertigt vor Gericht den Kaufbrief um ein Haus und Garten zu Sursee, welche Abt Burkhard von Weissenburg zu Einsiedeln durch Rudolf zur Müle von Rudger Trullerey, Bürger zu Aarau, um 210 Gulden gekauft.
Kommentar Regest
Regest nach Morel, Nr. 677
Urkundentext
Ich Heinrich Schnider, ze den ziten schultheis ze Surse, vergich offenlich mit disem brieff das ich da / selbs ze Surse in der statt, in namen und an statt der wisen fürsichtigen miner lieben heren von Lucern / zuo des Heiligen Römschen Richs handen offenlich ze gericht sas. Und kamen da für mich in gericht / die wisen wolbescheidnen Ruedger Trüllerey burger ze Aröw an eim teil und Ruodolff zer Müli, / Ammann in Ergöw mines erwirdigen herren her Burkartz von Wissenburg apt ze den Einsidelen / an stat und in namen des jetzgenante sines erwirdigen herren des aptz und des gotzhuss ze den / Einsidelen an dem andern teil. Und offnet der egenannte Ruedger Trüllerey mit sinem fürsprecher wie / das er recht und redlich in eins stetten ewigen und unwiderueflichen kouffs wise verkouft und ze kou- / ffende geben habe dem egenannten Ruodolff zer Müli, an stat und in namen sins erwirdigen heren / des aptz ze den Einsidelen und des gotzhus da selbs sin hus gelegen ze Surse in der stat / an dem kilchoff und den garten so dar zuo gehört lit vor dem [säiwense] tor und stost an die strass / und an Peters von Bern byfang, des er ze erb komen wer von siner lieben muomer Annen / Schinderin doch mit semlicher bescheidenheit das jerlich ab dem hus und garten gants fünf müt / korns und sibentzechen schilling haller ze jarzit und wer das sich in künftigen ziten vergit / er finde das mer dar ab gieng, das sölt er im abziechen nach marchzal und nach erkantnuss / eins schultheiss und rats ze Surse. Und wer der kouff beschaechen umb zweyhundert und zechen / guldin an gold der er ouch gentzlich und gar bezalt und gewert wer des er ouch offenlich in ge- / richt oder gichtig was und lies mit sinem fürsprecher an recht wie er das obgenannte hus und garten vertgen und uff gen söllt das der obgenannte Ruodolff zer Müli an statt und in namen des egenannten sines / erwirdigen heren des abtz und des gotzhus ze den Einsidelen dar an hebende wer [beidunn] / und har nach mals har umb fragt ich obgenannter richter rechtz uff den eyd was harumb recht wer / do wart da einhellenklich erkönt und erteilt uff den eyd: das der obgenannte Ruodger Trüllerey / das obgenannte hus und garten uff gen sölt uss siner hand an stat sin selbs und siner erbenn in min / des obgenannten richters hand das er ouch ze stunt tätt und ich denn das antwurte uff min hand / als uss mins rechten richters hand inhend und gewalt des egenannten Ruodolffs zer Müli an stat und in / namen sins erwirdigen herren des abtz und siner nachkomen und des gotzhus da selbs ze den / Einsidelen das ouch ich obgenannter richter getan han mit aller [gewarsamen] worten werken und geber- / den so dar zuo gehört und also das als nach miner gemeiner erfrag gesampner urteil gab einhel- / lenklich uff den eyd das diser verkouff und vertgung mir uffgeben in namen und in antwirte also beschächen sye das es billich kraft macht und hantvesti haben sol und mag nach recht sitt und / gewohnheit der stat ze Surse und begerte des der obgenannte Ruodolff zer Müli an stat und in namen / sines erwirdigen herren des abtz und des gotzhus ze den Einsidelen eins urkunds das man im daz / gen sölt. Ouch gelobt der obgenannte Ruodger Trüllerey für sich und sin erben in sin und siner erbern / eigennen kosten dem egenanten Ruodolff zer Müli [...] an stat und in namen sines erwirdigen herren des / abtz und gotzhus ze den Einsidelen als vor stat des hus und garten in aller wis und mas als vor / gelütert ist. Ir rechten were ze finde an allen den stetten da es inen not beschäche und si es billich / und dennoch recht tuon sölten vestenklich wider aller mengklichen [ingangen] guten trüwen angeverd / und also hab ouch ich obgenannter richter dem egenannten Ruodolff zer Müli ammann an stat und in namen / sines erwirdigen herren des abtz und des gotzhuses ze den Einsidelen als vor stat dis urkund / mit minem eigenen angehenkten ingesigel geben und sigelt von des gerichts wegen und ouch / von beider teilen ernstiger bett willen wand ouch das also erkönt wart zegebende doch mir und / miner erbn unschedlich ze vergicht und gezüg [sann] aller vor geschribnen dingen gezügen und wa- / rent hieby die wisen wolbescheidnen Cunrat von Ulm [...] [...] amtzmann zimbermann burger / und des rates ze Surse und ander erber lüten gnueg. Geben am nächsten zinstag nach sant / Dorotheen tag von Cristi geburt do ma zalt vierzechen hundert zwentzig und drü jare.
kommentar urkundentext
Arbeitstranskription im Rahmen des Seminars "Vom handschriftlichen Dokument zur digitalen Quelle" an der Universität Luzern, Frühjahrssemester 2011.
Überlieferung
A (Original), KAE, V.Y.2
Signatur
Titel
Kaufbrief um ein Haus und Garten zu Sursee
Inhalt
Datierung
9.2.1423
Objekttyp
Urkunde (Deutsch)
B (Kopie), KAE, A.II.2, S. 475
Signatur
KAE, A.II.2, S. 475
Titel
Burkardenbuch, Bd. 2
Inhalt
Datierung
1418
- 1438
Objekttyp
Buch (Deutsch)
Regesten/Editionen
Morel, Nr. 677 (Regest)
Text Regest
Heinrich Schnider, Schultheiss zu Sursee, fertigt vor Gericht den Kaufbrief um ein Haus und Garten zu Sursee, welche Abt Burkard durch Rudolf zur Müle von Rudger Trullerey, Burger zu Aarau, um 210 Gulden gekauft.