Urkunden – Detail

Urkunde
Datum / Ort
1.2.1413 / (Zürich)
Regest
Bürgermeister und Rat von Zürich sprechen als erbetene Schiedsrichter in einem Streit zwischen Abt Hugo von Rosenegg zu Einsiedeln und Henssly Flader, Ulrichs im Geschwendt sel. Kinder, wegen des Falls.
Kommentar Regest
Regest nach Morel, Nr. 627
Überlieferung
A (Original), KAE, W.F.1
Signatur
Titel
Schiedsspruch zwischen Abt Hugo von Rosenegge und Henssly Flader betreffend Fall
Inhalt
Datierung
1.2.1413
Objekttyp
Urkunde (Deutsch)
B (Kopie), KAE, W.A.11
Signatur
Titel
Schiedsspruch im Streit zwischen Abt Hugo von Rosenegg und Henssly Flader als Vogt der Kinder des Ulrich im Gschwend sel. betreffend Fall
Inhalt
Datierung
1.2.1413
Objekttyp
Akte
Regesten/Editionen
Morel, Nr. 627 (Regest)
Text Regest
Burgermeister und Rath zu Zürich sprechen als erbetene Schiedsrichter in einem Streit zwischen Abt Hugo und Henssly Flader, Ulrichs im Geschwendt sel. Kinder, wegen des Falls.
Kommentar Edition
abweichende Datierung (nur Jahrzahl 1413)
UB ZG, I, Nr. 513 (Regest)
Text Regest
Zwischen Herrn Hug von Rosenegg, Abt des Gotteshauses Einsiedeln, und Hensli Flader, Vogt der Kinder des Ulrich im Geschwend selig, waltet ein Streit wegen des Falles, den der geistliche Herr fordert. Beide Parteien wenden sich an Bürgermeister und Rat der Stadt Zürich um ihren Schiedspruch. Der Abt bringt vor, "Uolrich im Geschwend selig wer vor ziten ze Bunbach in sinen und sines gotzhus gerichten und uff desselben gotzhus gütern, die in den hof gen Nünchen gehörent, jar und tag und mer hushablich gesessen und da von todes wegen abgestorben, und davon so hette er und sin amptlüt ein vall an des egenant Uolrich im Geschwend seligen erben gefordert, und wölt ouch das nach des hofs recht ze Nünchen haben berechted. Do wurde sin bottschaft uss sinen gerichten mit freffnen worten und geberden vertriben und rechtlos gelassen, unn darumb hett er sin widersachen mit geistlichen gerichten angriffen, so verr dz er ze grossem costen komen wer, und getrüwete unserm spruch und erkantnüsse, man sölte im die smacht und frefne und den costen, so er von diser sach wegen gehept hette, ablegen, und darzuo sölt im der vall von dem egenant Uolrich im Geschwend seligen gelangen und werden, und weren ouch im und sinen vordren vor und nach sölich vall in dem vorgenant hof worden und gelanget. Das wölt er kuntlich machen, und der gesworn rodel, den er und sin gotzhus hat von des dinghofs wegen ze Nünchen, wise ouch luter, was sich frömder lüten in den hof ze Nünchen uff des gotzhus guot züche und daruff gesessen ist jat und tag, der sölle alles das liden, das ein gotzhus man liden sol darnach, als vil er der güter het, es syen eigen oder len, und als bescheidenlich sye". Vogt Flader stellt jedes ungebührliche Vorgehen gegen des Abtes Boten in Abrede. "Es hette sich aber vor ziten gefuogt, das Johans Stappfer, amman, mit etlichen lüten ab Oelegg ze Pfeffikon von ander sach dann von diser sach wegen unbescheidenlich rett; die selben lüt ab Oelegg retten ouch mit des egenant unsers herren von Einsideln botten etwas herter worten, das inen aber leid wer. Und werin dien selben botten gern rechtes gehorsam gesin; do giengen si enweg, und trib si da der egenant unser herr, der apt, mit frömden gerichten, umb des si ze costen und schaden komen syen unverschult, und getrüwent si, dz si dem egenant apt kein frefne, schmacht noch costen nicht ablegen und im ouch keins valles von dem egenant Uolrich im Geschwend seligen, der doch des gotzhus eigen nicht ist gewesen, nicht gebunden süllen sin ze geben, won der obgenant gesworn rodel wise eigenlich vor dem artikel, den der obgenant unser herr, der apt, in dem egenant rodel meldet, es sülle nieman in dem egenant hof ze Nünchen vallen, won, der des gotzhus eigen ist, der vallet von dem lib und nicht von dem guot". Das Gericht entscheidet zugunsten der Vogtkinder, es sei denn, der Abt vermöchte seine Ansprüche mit Kundschaft zu beweisen. Die Kosten verbleiben jeder Partei. Die Zürcher Magistraten heften das kleine Stadtsiegel an die Urkunde. Gegeben "an unser lieben Frowen abend ze der Liechtmess 1413 jare".