Urkunden – Detail
Urkunde
Datum / Ort
17.1.1545
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Regest
Hans Metler, Hofjunger von Reichenburg, bekennt öffentlich, dass Simon Leissen, Hofjunger von Reichenburg, jährlich fünf Pfund Geld von seinem Gut, Haus, Hof und Hauswiese im Hof bei Reichenburg zinsen soll. Es siegelt Hans Eberlin, Vogt von Reichenburg.
Kommentar Regest
Das Regest wurde 2011 mit Hilfe des Summariums im Rahmen des Urkundenprojekts 2 erstellt.
Urkundentext
Ich, Hans Metler, hoff junger zu Richenburg, beken und thund kund offenlich mit disem brieff / für mich und mine erben und nachkomen, so diesen brieff und zins mit recht ine hand, / das ich uff recht und redlichen schuldig bin und zinsin sol, dem bescheidnen Symonn / Leißen, ouch hoff junger zu Richenburg, oder sinen erben und nachkomen / wie obstat. Fünff pfund geltz uß von und ab minem eignen gut, huß, hoff / und huß wißen gelegen im hoff, das da stost unden uff an getzis Rüty nebt / an die Gießstuden, oben nider an Cuntz Leissen Rüty, und an die schönen Rüty / und an Adams Schinis, das man nempt Bilgers ouch an Galis Kistlers hus wis, die / man nempt der Grund, vor fry ledig und eigen. Das niemen nüt daruff statt / nach stan sol, dan acht pfund geltz Felix Rüty man, und ein fiertel nuß der kilch / zuo Tuggen, und also mit dem geding und under scheid, wer dis obgemelt under pfand / huß, hoff und huß wißen in hat nüßet oder buwet, der sol gemeltem Symon Leißen / oder sinen nachkomen, als vor ver schriben ist, ale jar und yedes jar besonder, uff / sant Martinstag acht tag vor oder nach ungefarlich fünff pfund haller guter lantz / werung und müntz zu rechtem zins weren in iren sichern handen und gewalt, über / antwurten ane wider red. Werd aber sach, das inen ir zins nüt geben wurd, wie / vore stat, dan so söllend und mögend sy, uff ine obgenant under pfand gan, und die an- / griffen mit pfenden nach gewohnheit, zins gant und recht des hoffs zu Richenburg, / bis inen gentzlich gnug beschicht umb irn verfallnen uß stendigen zins, doch so ist / gemeltem Metler und sinen nachkomen, die gnad und früntschafft gethan. Also / wen sy komend uff sant Martinstag acht tag vor oder nach ungefarlich welches jar das inen fuglichen ist mit zwentzig pfund haller und verfallnen zins obgemelter / werung. So sol man die von inen nemen, und ir gut und under umb ein pfund geltz / ledig laßen, und och sölicher loßung gestaten, bis die fünff pfund geltz gar ob gelöst / werden und dan fürer hin nüt mer zu notten han. Ich, obgemelter Hans Metler, / loben in crafft dis brieffs für mich und mine nachkomen, dem gemelten Simon / Leißen und sinen nachkomen, wie obstat, uff dem obgemelten under pfand und / gut, wer und tröster zu sin, so lang bis inen gentzlich gnug beschicht und zins und / hopt gut und sy ein lantz gewer darby schirmet yetz und hiernach. Und des zu einer / merer zügnus und waren urkünd, so han ich, obgemelter Hans Metler, als / ein rechter schuldner gebetten und erbetten den fromen ersamen Hans Eberlin, / der zitt mines gnedigen heren von Einsidlen, vogt zu Richenburg, das er sin / eigen insigel für mich und mine nachkomen offenlich hat gehenckt an dißen / brieff, doch minem gnedigen hern von Einsidlen und dem wirdigen gotz huß ane / schaden an alen herlikeitten rentten und gülten ouch gemelten vogt in abweg / ane schaden. Der geben ist am sant Anthonis abent nach Cristy unser lieben / hern geburt gezelt fünffzechen hundert fiertzig und fünff jar.
kommentar urkundentext
Arbeitstranskription im Rahmen des Seminars "Vom handschriftlichen Dokument zur digitalen Quelle" an der Universität Luzern, Frühjahrssemester 2011.
Überlieferung
A (Original), KAE, I.V.8j
Signatur
Titel
Schuldbrief von Hans Metler in Reichenburg über 5 Pfund an Simon Leissen in Reichenburg
Inhalt
Datierung
17.1.1545
Objekttyp
Urkunde (Deutsch)