Urkunden – Detail
Urkunde
Datum / Ort
5.11.1308
/ Ufnau
Regest
Rudolf, Schatzmeister der Konstanzer Kirche, Archidiakon des Zürichgaues, besucht in Ausführung des an ihn gerichteten Befehls des Bischofs Gerhard vom 27. Oktober die Kirche Ufnau mit dem Abt Johannes I. von Schwanden zu Einsiedeln, dem Patron von Ufnau und den Zürcher Chorherren Magister Rudolf von Wädenswil, Rudolf von Erzingen und Marquard von Mülimatten und dem Beromünster-Chorherrn Werner von Wollishofen, stellt mit den versammelten Pfarreigenossen fest, dass die Teilung der Pfarrei vorteilhaft, die Einkünfte für 2 Priester genügend, die Kapelle in Freienbach zur zweiten Kirche geeignet sei und trennt daher die Pfarrei in die 2 Pfarreien Freienbach und Ufnau.
Kommentar Regest
Regest nach ZUB VIII, Nr. 2940
Kommentar Datierung
29.10.1308-05.11.1308
Datierung unklar: Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Vermutlich einfach Nonen des Novembers, octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
ZUB, Regesten STASZ und QW datieren auf 5.11.1308.
Datierung unklar: Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Vermutlich einfach Nonen des Novembers, octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
ZUB, Regesten STASZ und QW datieren auf 5.11.1308.
Überlieferung
A (Original), KAE, B.X.2
Signatur
Summarium
Titel
Trennung der Pfarrei Ufnau in die zwei Pfarreien Freienbach und Ufnau
Inhalt
Enthält:
- Urkunde: Urkundenarchiv
- 7 Abschriften in Heftform und auf losen Blättern: Aktenarchiv
"1308. Non. Nov. Ufnauviae et Constatiae.
Instrumentum divisionis parochiae Ufnaugiensis in duas."
Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Zu lesen ist: Nonen des Novembers; octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
- Urkunde: Urkundenarchiv
- 7 Abschriften in Heftform und auf losen Blättern: Aktenarchiv
"1308. Non. Nov. Ufnauviae et Constatiae.
Instrumentum divisionis parochiae Ufnaugiensis in duas."
Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Zu lesen ist: Nonen des Novembers; octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
Datierung
5.11.1308
Objekttyp
B (Kopie), KAE, B.X.2a
Signatur
Summarium
Titel
Trennung der Pfarrei Ufnau in zwei Pfarreien Freienbach und Ufnau
Inhalt
"1308. Non. Nov. Ufnauviae et Constantiae.
Instrumentum divisionis parochiae Ufnaugiensis in duas."
Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Zu lesen ist: Nonen des Novembers; octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
Instrumentum divisionis parochiae Ufnaugiensis in duas."
Morel datiert die Urkunde auf den 29. Okt. 1308, wobei "octavo Non. Nov." in der Urkunde so nicht ersichtlich ist. Zu lesen ist: Nonen des Novembers; octavo in der Urkunde bezieht sich auf 1300.
Datierung
5.11.1308
Objekttyp
Urkunde
Regesten/Editionen
Morel, Nr. 169 (Regest)
DAE, W, Nr. 3, S. 4 (Edition)
ZUB, VIII, Nr. 2940 (Regest)
Text Regest
Rudolf, Schatzmeister der Konstanzer Kirche, Archidiakon des Zürichgaues, besucht in Ausführung des an ihn gerichteten Befehls des Bischofs Gerhard vom 27. Oktober die Kirche Ufenau mit dem Abt Johannes von Einsiedeln, dem Patron von Ufenau und den Zürcher Chorherren Magister Rudolf von Wädenswil, Rud. von Erzingen und Marquard von Mülimatten und dem Beromünster-Chorherrn Werner von Wollishofen, stellt mit den versammelten Pfarreigenossen fest, dass die Teilung der Pfarrei vorteilhaft, die Einkünfte für 2 Priester genügend, die Kapelle in Freienbach zur zweiten Kirche geeignet sei und dass auf einmal 50 Menschen, welche die Kirche Ufenau besuchen wollten, im Wasser umgekommen seien, trennt daher die Pfarrei in 2 Pfarreien, so dass zur neuen Kirche in Freienbach die Leute in Pfäffikon, Wil, Freienbach, Bäch, Wollerau, Rüti, Gisenrüti, Stalden, Moos, Riet, Lugeten, Schwendi, in dem Thal und andern umliegenden Orten gehören, sowie die dortigen Zehnten; dagegen sollen der Widem der Kirche Ufenau und der Kapelle Hombrechtikon [Humbrechtinchon]und alle Zehnten daselbst samt der Kapelle, den Leuten in Hombrechtikon und in Hurden von Rosshorn [a cornu laci Thuricensis, que vulgo dicitur Roshorn] bis nach Winkel gegen das alte Schloss Rapperswil bei der Kirche Ufenau bleiben und der neue Leutpriester dem alten 4 Mütt Weizen an das Bauamt entrichten.
Kommentar Edition
Auf den 5. November 1308 datiert.
Im Titelregest, Zeile 5, lies: Marquard von Mülimatten = Gnürser, vgl. Bernoulli, Jahrbuch für Schweizer. Geschichte 42, S. 291.
Im Titelregest, Zeile 5, lies: Marquard von Mülimatten = Gnürser, vgl. Bernoulli, Jahrbuch für Schweizer. Geschichte 42, S. 291.
QW I/2, Nr. 460 (Regest)
Text Regest
Kustos Rudolf von Konstanz, Archidiakon des Zürichgaues, der sich in Begleitung des Abtes Johannes von Einsiedeln, Patrons der Kirche Ufenau, der Zürcher Chorherren Mag. Rudolf von Wediswil, Rudolf von Erzingen und Markwart von Mülimatten, sowie des Mag. Wernher von Wollishofen, Chorherrn von Beromünster, und anderer Personen geistlichen und weltlichen Standes nach der Ufenau begeben und die Untertanen der Kirche durch Boten und Glockenzeichen dahin berufen hat, lässt die bischöfliche Vollmacht in lateinischer und deutscher Sprache bekanntgeben und nimmt darauf eidliche Zeugenaussagen auf. Aus diesen ergibt sich, dass eine Teilung der Pfarrei zur Förderung des Gottesdienstes nützlich, das Einkommen für zwei Pfarrer ausreichend sei und die Kapelle zu Freienbach sich als zweite Pfarrkirche am besten eigne, ferner dass infolge von schlechter Witterung, Überschwemmung, Sturm, Eis und weiter Entfernung oft Pfarrangehörige ohne die Sakramente, besonders Kinder ohne Taufe gestorben seien, Leichen nicht hätten zur Kirche gebracht und kirchlich beerdigt werden können, sondern bei der Kapelle Freienbach durch Laien bestattet worden, einmal auch fünfzig Personen, die den Gottesdienst besuchen wollten, mit ihren Schiffen untergegangen seien. Der Archidiakon spricht deshalb die Teilung der Pfarrei Ufenau und ihres Einkommens aus, erhebt die Kapelle in Freienbach zur Pfarrkirche und verordnet, dass die Leute in Pfäffikon, Wilen, Freienbach, Bäch, Wollerau, Rüti, Gisenrüti, Stalden, Moos, Ried, Lugaten, Schwende, in dem Tal und an andern umliegenden Orten von jetzt an zur Kirche Freienbach gehören sollen. Das Vermögen der Kirche in Freienbach und der Kapellen in Pfäffikon und Wilen, der Zehnte von Pfäffikon, Lugaten und Schwende sollen mit den Kapellen der neuen Kirche gehören, der Zins für die Lichter und Jahrzeiten ihr verbleiben, und was bisher dem Sakristan auf der Ufenau geleistet wurde, dem Leutpriester in Freienbach oder dem von ihm bestellten Sakristan zukommen. Das Vermögen der Kirche Ufenau, der Kapelle in Hombrechtikon und alle andern Zehnten, persönliche oder Grundzehnten, der Zins samt der Kapelle von Hombrechtikon, die Leute daselbst und in Hurden, vom Horn des Zürichsees genannt Rosshorn bis zum Ort in dem Winkel gegen die alte Burg Rapperswil, sollen der Kirche Ufenau mit allen bisherigen Rechten verbleiben. Als Entschädigung hat der Leutpriester jährlich auf Martini dem Pfarrer auf der Ufenau und den dortigen Pfarrgenossen 4 Mutt Weizen an den Kirchenbau zu geben. Die Abgabe des Leutpriesters an den Diözesanbischof wird auf 7, die des Pfarrers der Ufenau auf 3 Schilling angesetzt. Um die Erinnerung an die frühere Zusammengehörigkeit zu erhalten, sollen Leutpriester und Untertanen von Freienbach je am Feste St. Peters und Pauls, Patrone von Ufenau, und an der Kirchweihe den Gottesdienst auf der Ufenau besuchen. Mit Einwilligung von Abt und Konvent wird noch bestimmt, dass für beide Kirchen nur Priester, die persönliche Residenz und Leistung der bischöflichen Abgaben geloben, dem Bischof präsentiert werden sollen.
Kommentar Edition
Edition nennt Datum 5. November 1308.
Regesten STASZ, Nr. 39 (Regest)
Text Regest
Rudolf, Schatzmeister der Kirche zu Constanz und Erzdiakon zu Zürich, besucht in Ausführung des an ihn ergangenen Befehls des Bischofs Gerhard vom 31. Okt. die Kirche Ufnau in Begleitung des Abtes Joannes von Einsiedeln, des Patrons der Ufnau und der Zürcher Chorherren Magister Rudolf von Wädenswil, Rudolf von Erzingen und Marquard von Mülimatten und des Beromünster Chorherrn Wernher von Wollishofen, stellt mit den versammelten Pfarrgenossen fest, dass die Teilung der Pfarrei vorteilhaft, die Einkünfte für zwei Priester genügend, die Kapelle in Freienbach geeignet sei zu einer zweiten Pfarrkirche, und dass auf einmal 50 Menschen, welche die Kirche auf der Ufnau besuchen wollten, im See umgekommen seien, trennt daher die Pfarrei in zwei, so dass nun zur neuen Pfarrkirche in Freienbach die Leute in Pfeffikon, Wilen, Freienbach, Bäch, Wollerau, Rüti, Gisenrüti, Stalden, Moos, Riet, Lugaten, Schwendi in dem Tal und in andern umliegenden Orten gehören, sowie die dortigen Zehnten, dagegen sollen der Widem (Hof bei der Kirche) der Kirche Ufnau bleiben, und soll der neue Leutpriester dem alten 4 Mütt Weizen an das Bauamt entrichten. Endlich wird bestimmt, dass der Pfarrer von Freienbach und seine Pfarrkinder (subditi) alljährlich an St. Peter- und Paul's Tag und am Kirchweihfest die Kirche auf der Ufnau besuchen sollen.
Geschehen auf der Ufnau.
Geschehen auf der Ufnau.
Kommentar Edition
Deutsche Kopie, 16. Jahrhundert, mit zwei Nachträgen:
1. Abt Joannes und der Konvent von Einsiedeln geben ihr Siegel zur Bestätigung obiger Schrift und bitten den Bischof Gerhard um Bestätigung des Übereinkommens.
2. Bischof Gerhard bestätigt die Teilung. Auf der Rückseite in neuerer Schrift: "Dieser Coppÿ Original, wo der zu finden, soll man flissige Achtung haben."
Original: im Stiftsarchiv Einsiedeln.
1. Abt Joannes und der Konvent von Einsiedeln geben ihr Siegel zur Bestätigung obiger Schrift und bitten den Bischof Gerhard um Bestätigung des Übereinkommens.
2. Bischof Gerhard bestätigt die Teilung. Auf der Rückseite in neuerer Schrift: "Dieser Coppÿ Original, wo der zu finden, soll man flissige Achtung haben."
Original: im Stiftsarchiv Einsiedeln.