Urkunden – Detail
Urkunde
Datum / Ort
12.1.1303
/ Zürich
Regest
Äbtissin Elisabeth von Zürich verleiht die obere Badstube an der Limmat dem Meister Johannes von Ried zu Handen des Klosters Einsiedeln.
Kommentar Regest
Regest aus ZUB VII, 2679
Urkundentext
Allen, die disen brief sehent oder hoerent lesen, künden wir Elsebeet von gozgnaden Eptissehin Zürich Sant
Benedictes ordens im Kostenzer bischton das, Anna, bruoder Berchtoltes tochter des brunners von Zürich
für uns kam, und mit des selben bruoders hant ir vatters, und ir vogtes, sich enzech, an
unser hant, ir erbes, so si hatte, an der obren batstuben, Zürich, von herrn Johans von Lunchhof
des goldsmides huse, nider unz an das wasser, dem man sprichet du Â, du von unsrem gozhuse erbe
ist, und enzech sich darzuo, alles des rechtes, aller der vordrunge, und ansprache, so si verner ge-
han moechte, dekeinen weg, beide an weltlichem und an geistlichem gerichte, umbe die vorgenanden
ir erbschaft, und dur ir bette do liehen wir die vorgenanden batstuben, mit allem dem rech-
te und der ehaftigi, so darzuo hoeret, meister Johanse Ride, ze des gozhuses wegen von dien
Einsidellen, dem wir si vormales verliehen hatten, umb einen ierlichen zins, als die briefe
hant, die wir êa darumbe gegeben hein. Und wan die selbe Anna, bruoder Berchtoldes tochter,
noch nit ze ir tagen komen ist, so hat der selbe bruoder Berchtolt, ze der selben siner tochter we-
gen, dem vorgeseiten meister Johanse, ze des vorgeseiten gozhuses wegen, ze gelten gegeben, Ny-
clausen unnuzen den smit, und Chuonraten, Chuonzen sun an der Schuphe, mit dem gedinge swen-
ne das beschit, das di selbe tochter, beraten wirt, es si zer welte, ald ze kloster, ald
swelen si beraten wirt, als sus ze ir tagen kunt, das si danne, dem vorgenanden
gozhuse von den Einsidellen die vorgesribene batstuben vertigen, und volfüeren mit
der selben tochter, mit aller der gewarsami und der ehaftigi,so das gozhus von den
Einsidellen bedurfende ist. Und hant dis gelopt underscheidenlich ze volfüerenne, bi ir truwe
und sint ouch willeklich gelten worden, und daz dis war si und stete belibe, so geben
wir disen brief besigelt mit unsrem ingesigel offenlichen. Dis beschach Zürich, an dem nech-
sten samstage vor sant hylarien tult, do von gottes geburt waren, drüzehen hundert
jar, in dem dritten jare da nach do Indict(ion) was di erste. Da zegegen waren meister Hr.
Wolflepsche, korherre Zürich, her Wernher Biberli, Heinrice Silbersmit, Walther von Wedis-
wile, Eberharde Simler und ander erbare lutte.
Benedictes ordens im Kostenzer bischton das, Anna, bruoder Berchtoltes tochter des brunners von Zürich
für uns kam, und mit des selben bruoders hant ir vatters, und ir vogtes, sich enzech, an
unser hant, ir erbes, so si hatte, an der obren batstuben, Zürich, von herrn Johans von Lunchhof
des goldsmides huse, nider unz an das wasser, dem man sprichet du Â, du von unsrem gozhuse erbe
ist, und enzech sich darzuo, alles des rechtes, aller der vordrunge, und ansprache, so si verner ge-
han moechte, dekeinen weg, beide an weltlichem und an geistlichem gerichte, umbe die vorgenanden
ir erbschaft, und dur ir bette do liehen wir die vorgenanden batstuben, mit allem dem rech-
te und der ehaftigi, so darzuo hoeret, meister Johanse Ride, ze des gozhuses wegen von dien
Einsidellen, dem wir si vormales verliehen hatten, umb einen ierlichen zins, als die briefe
hant, die wir êa darumbe gegeben hein. Und wan die selbe Anna, bruoder Berchtoldes tochter,
noch nit ze ir tagen komen ist, so hat der selbe bruoder Berchtolt, ze der selben siner tochter we-
gen, dem vorgeseiten meister Johanse, ze des vorgeseiten gozhuses wegen, ze gelten gegeben, Ny-
clausen unnuzen den smit, und Chuonraten, Chuonzen sun an der Schuphe, mit dem gedinge swen-
ne das beschit, das di selbe tochter, beraten wirt, es si zer welte, ald ze kloster, ald
swelen si beraten wirt, als sus ze ir tagen kunt, das si danne, dem vorgenanden
gozhuse von den Einsidellen die vorgesribene batstuben vertigen, und volfüeren mit
der selben tochter, mit aller der gewarsami und der ehaftigi,so das gozhus von den
Einsidellen bedurfende ist. Und hant dis gelopt underscheidenlich ze volfüerenne, bi ir truwe
und sint ouch willeklich gelten worden, und daz dis war si und stete belibe, so geben
wir disen brief besigelt mit unsrem ingesigel offenlichen. Dis beschach Zürich, an dem nech-
sten samstage vor sant hylarien tult, do von gottes geburt waren, drüzehen hundert
jar, in dem dritten jare da nach do Indict(ion) was di erste. Da zegegen waren meister Hr.
Wolflepsche, korherre Zürich, her Wernher Biberli, Heinrice Silbersmit, Walther von Wedis-
wile, Eberharde Simler und ander erbare lutte.
kommentar urkundentext
Transkription nach Anna Meili (2005)
Überlieferung
A (Original), KAE, K.C.1
Signatur
Summarium
Titel
Äbtissin Elisabeth von Zürich verleiht die obere Badstube an der Limmat dem Meister Johannes von Ried zu Handen des Klosters Einsiedeln
Inhalt
"Wie die oberbadstuben Zürich, welche vom gottshause frauenmünster zu Zürich lehe war, dem gottshause Einsiedlen soll zugefertigt werden. Samstag vor St. Hilary 1303."
Enthält:
Urkunde: Urkundenarchiv
Akte (Abschrift) Aktenarchiv
Foto (KAE, Foto 1.0001.0105): Fotoarchiv
Enthält:
Urkunde: Urkundenarchiv
Akte (Abschrift) Aktenarchiv
Foto (KAE, Foto 1.0001.0105): Fotoarchiv
Datierung
12.1.1303
Objekttyp
Urkunde (Deutsch)
Regesten/Editionen
Morel, Nr. 151 (Regest)
ZUB, VII, Nr. 2679 (Edition)
Text Regest
Äbtissin Elisabeth von Zürich verleiht die obere Badstube an der Limmat dem Meister Johannes von Ried zu Handen des Klosters Einsiedeln.
QW I/2, Nr. 319 (Regest)
Text Regest
Äbtissin Elisabeth von Zürich, in deren Hand Anna, bruoder Berchtoltes tochter des Bruiners von Zuirich, mit dessen, ihres Vaters und Vogtes, Hand Verzicht leistet ir erbes, so si hatte an der obren badstuben Zuirich, verleiht die Badstube mit allem Recht meister Johanse von Ride ze des gotzhuses wegen von dien Einsidellen, dem wir si vormals verlihen hatton umb einen jerlichen zins, laut ausgestellter Briefe. Da Anna noch nit ze ir tagen komen ist, wenn die Tochter beraten wirt, es si zer welte ald ze kloster, ald swelen weg si beraten wirt ald sus ze ir tagen kunt, mit ihr die Badstube dem Gotteshaus Einsiedeln fertigen sollen.