Urkunden – Detail

Urkunde
Datum / Ort
12.4.1500 / -
Regest
Urteil von Hans Wagner von Schwyz, Peter Wirz von Unterwalden und Rudolf Stugki von Glarus als Boten der Eidgenossen. Zwischen Abt Melchior von Pfäfers und Jakob Schärer, Leutpriester zu Männedorf, waltete wegen des kleinen Zehnten langer Streit, welchen dann etliche von Glarus auf das Anerbieten des Pflegers von Einsiedeln, Barnabas von Mosax, so schlichteten, dass dem Leutpriester Schärer das Kloster Pfäfers 6 Gulden jährlichen Zins und das Kloster Einsiedeln eben so viele gebe. Diesem Urteil fügte sich aber der Pfleger von Einsiedeln nicht und klagte vor den Eidgenossen, worauf die genannten Boten die Sache untersuchten und entschieden: Einsideln soll aus Güte dem Leutpriester Schärer, so lang er die Pfründe inne hat, anstatt der sonst vorgeschriebenen 30 Mütt nur 18 Mütt Kernen jährlich geben, der Leutpriester aber aller rechtlichen Ansprache auf diesen Zehnten entsagen.
Kommentar Regest
Regest nach Morel, Nr. 1126
Überlieferung
A (Original), KAE, O.E.1
Signatur
Titel
Urteil betreffend Streit kleiner Zehnten zwischen Abt Melchior von Pfäfers und Jakob Schärer
Inhalt
Datierung
12.4.1500
Objekttyp
Urkunde (Deutsch)
Regesten/Editionen
Morel, Nr. 1126 (Regest)
Text Regest
Urtheil von Hans Wagner von Schwyz, Peter Wirz von Unterwalden und Rud. Stugki von Glarus als Boten der Eidgenossen. Zwischen Abt Melchior von Pfäfers und Jakob Schärer, Lütpriester zu Mänedorf, waltete wegen des kleinen Zehenden langer Streit, welchen dann etliche von Glarus auf das Anerbieten des Pflegers von Einsiedeln, Barnabas von Sax, so schlichteten, dass dem Lütpriester Schärer das Kloster Pfäfers 6 Gulden jährlichen Zins und das Kloster Einsiedeln eben so viele gebe. Diesem Urtheil fügte sich aber der Pfleger von Einsiedeln nicht und klagte vor den Eidgenossen, worauf die genannten Boten die Sache untersuchten und entschieden: Einsideln soll aus Güte dem Lütpriester Schärer, so lang er die Pfründe inne hat, anstatt der sonst vorgeschriebenen 30 Mütt nur 18 Mütt Kernen jährlich geben, der Lütpriester aber aller rechtlichen Ansprache auf diesen Zehnden entsagen.